Informationen zu RSS und Klip
Sowohl RSS (RDF Site Summary) als auch das von der Firma Serence angebotene Klip (mit dem assoziierten Programm KlipFolio) sind auf XML basierende Formate, die an sich nichts anderem als der Darstellung von Haupt- und Metadaten zur leichteren Syndizierung von Inhalten gewidmet sind.
Der Nutzen eines solchen Mechanismus besteht auf der einen Seite darin, dass Benutzer nicht bei jeder Suche nach Neuigkeiten die jeweils favorisierte Website aufsuchen müssen (sondern diese über den verwendeten RSS-Reader oder KlipFolio einsehen können), und zum anderen darin, dass die Anbieter von Inhalten quasi selbst informieren können, wenn neue Inhalte oder Aktualisierungen vorliegen; tatsächlich ist dies nicht nur bei nicht gerade stündlich oder täglich aktualisierten Websites hilfreich.
RSS
RSS (dieses Akronym war ehemals auf einen der heute ebenfalls noch gebräuchlichen Titel »Rich Site Summary« beziehungsweise »Really Simple Syndication« zurückzuführen) wurde 1999 von Netscape entwickelt, um Nachrichten des hauseigenen Portals in unterschiedliche Sparten separiert an die Benutzer seines Browsers zu übertragen. Aus diesem Anlass entstanden die Formate RSS 0.90, gefolgt von Version 0.91. Je Nachrichtenkanal wurde eine RSS-Datei angelegt, die bis zu 15 News beinhalten konnte; übermittelt wurden zuerst lediglich die Überschriften der Nachrichten und der jeweilige URI, unter der man die entsprechende Nachricht einsehen konnte. RSS 0.91 offerierte dabei zusätzlich, der Nachricht auch eine Beschreibung hinzuzufügen.
Nachdem Netscape seine Bemühungen um RSS einstellte, nahm sich das Softwareunternehmen Userland der Weiterentwicklung an und veröffentlichte nach einer Erweiterung der Version 0.91 auch die Versionen 0.92 bis 0.94. Durch die Fokussierung auf Blogs war Userland stark daran interessiert, ein simples Format zur Verfügung stehen zu haben, um die in HTML formatierten Beiträge seiner Benutzer ohne großen Aufwand in RSS übernehmen zu können. Unter Integration wesentlicher Veränderungen wurde 2002 letztlich RSS 2.0 spezifiziert.
Zwischenzeitlich wurde auch RSS 1.0 entwickelt, wobei sich diese Version vorrangig am RDF des W3C orientierte und dabei den Ansatz der Modularisierung einführte – dieser erlaubt es Autoren, ihre RSS-Feeds durch neue Module zu erweitern, ohne zum Lesen benötigte Anwendungen (RSS-Reader) zu zwingen, diese auswerten zu müssen. Dieses Konzept führt auch RSS 2.0 weiter fort.
Klip
Die Firma Serence betreibt und vermarktet bereits seit November 2001 ein Pendant zu RSS, das Klip getauft wurde und mit der speziellen Anwendung KlipFolio (Freeware) syndiziert werden kann. Die besagte Nähe zu RSS sollte hier auch bereits alles ausdrücken, denn Klip basiert (wie bereits oben erwähnt) ebenfalls auf XML und verwendet auch Elemente mit nahezu derselben Semantik.
Atom
Atom stellt ein mit RSS und Klip konkurrierendes und in vielen Fällen überlegenes Feed-Format dar. Siehe unter anderem »RSS 2.0 und Atom 1.0 im Vergleich« für mehr Details zu Atom.
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