Jens Oliver Meiert

Biographie

Jens Oliver Meiert ist ein deutscher Philosoph und Entwickler. Seine Karrieremeilensteine umfassen (siehe auch technischen Lebenslauf sowie Profile bei XING und LinkedIn beziehungsweise bei Amazon und Goodreads):

In/Von Bis Ereignis
Oktober 1999 Juni 2000 Jens beginnt seine Karriere als Webdesigner bei der kleinen Webagentur Promotion24 in Varel, Friesland. Seine dortigen Aufgaben – oder die Qualität seiner Arbeit – bezeichnet er später als die eines Webdekorateurs.
August 2000 Juli 2001 Jens spezialisiert sich auf komplexe mandantenfähige Webanwendungen beim »Unified Messaging«-Unternehmen CANBOX in Oldenburg. Er gestaltet, entwickelt und verwaltet die Kommunikationsangebote von etwa 20 verschiedenen Partnern, darunter Audi, FAZ und Ciao.
April 2001 März 2008 Jens gründet sein eigenes Webentwicklungs- und Beratungsbüro, erde3, welches er zunächst als Nebengeschäft betreibt. Später zieht er das Geschäft auf seinen Namen um, nun vielleicht passend »Meiert Web Development & Consulting« betitelt.
Dezember 2003 Jens’ erster professioneller Artikel erscheint im populären Webdesign-Magazin Dr. Web. Der Artikel wird von weiteren Beiträgen für Dr. Web sowie andere professionelle Webmagazine wie zum Beispiel Internet Professionell und Smashing Magazine gefolgt.
Februar 2004 Jens startet UITest.com, einen Knotenpunkt für Webentwicklungsressourcen und -werkzeuge, der zudem eine Vereinfachung für zusätzliche Website-Prüfungen bietet – Site Check. Das Projekt wird von den Zugänglichkeitsexperten bei WebAIM und Juicy Studio begrüßt und sammelt innerhalb des folgenden Jahrzehnts eine Gefolgschaft an, die etwa 200.000 monatliche Besuche stark ist (Stand Dezember 2013).
Februar 2004 Im selben Monat tritt Jens der IxDA (Interaction Design Association) bei. Während der ersten zwei Jahre unterstützt er die IxDA als Teamleiter für die deutsche IxDA-Website, bevorzugt dann aber eine etwas ruhigere Mitgliedschaft, die jetzt (Stand February 2014) nah dem Ende steht.
Juni 2004 Dezember 2009 Jens schließt sich dem deutschen Ableger der UPA (Usability Professionals’ Association) an. Er trägt zum Erfolg des Verbands durch die Mithilfe bei der Organisation der Münchner Usability-Tage 2004 und 2005, Vorträge sowie Sponsoring bei.
Juli 2004

Jens ist der leitende Webentwickler hinter dem Relaunch von GMX, einem von Europas größten Online-Kommunikationsanbietern. Der Relaunch ist international einer der ersten in dieser Größenordnung (>1 Milliarde monatlicher Seitenzugriffe), der auf validem HTML- und CSS-Code basiert.

Vom Start bei GMX in 2003 bis zu seinem Abschied in 2006 arbeitet Jens sowohl daran, GMX’ und United Internets Frontend-Code valid, skalierbar und mandantenfähig zu machen, als auch an der Etablierung unterstützender Maßnahmen wie GMX’ Richtlinien für HTML und CSS.

Juli 2004 Jens »co-erfindet« den »harten« CSS-Reset, den er selbst zunächst in Produktion testet, bevor er ihn auf W3C-Ebene aufbringt. In späteren Jahren kritisiert er Reset-Stylesheets und schreibt Werkzeuge wie den Reset Style Sheet Exposer, um ihren Einsatz offenzulegen.
Dezember 2004 Jens schließt seine erste Review für O’Reilly und die deutsche Ausgabe von Eric Meyers CSS – kurz & gut ab. In den folgenden Jahren ist er als Autor, Gutachter und Berater für weitere O’Reilly-Bücher tätig.
April 2005 März 2006 Jens ist »eingeladener Experte« in der WCAG-Arbeitsgruppe (Web Content Accessibility Guidelines) des W3C. Seiner Mitgliedschaft gehen zwei Jahre »pro bono«-Arbeiten sowie viele W3C-Diskussionsbeiträge voraus.
November 2005 Cover: Webdesign mit CSS. Jens’ erstes Buch erscheint, Webdesign mit CSS (O’Reilly). Er schuldet Ingo Helmdach, dem Buchdesigner, dass die Beispiele ansehnlich sind.
November 2005 April 2007 Jens ist Mitglied des Vorstands der Webkrauts, einer Vereinigung deutscher Webdesigner und -entwickler. Als Fast-Gründer nimmt er sich strategischer und organisatorischer Fragen an und schreibt eine Reihe von Artikeln, zieht sich dann jedoch zurück.
Juli 2006 Jens wird bescheidener Sponsor ausgewählter Fachkonferenzen, die erste davon Usability Professionals 06. Er unterstützt zukünftige »Usability Professionals«-Konferenzen ebenso wie Veranstaltungen der »Mensch & Computer«-Reihe.
August 2006 Juli 2007 Jens wechselt zu Aperto, Berlin, als leitender Frontend-Entwickler. Er lenkt die Implementierung von Regierungs- und Firmenwebsites, vom Auswärtigen Amt bis zur Stiftung Warentest, und ist zusammen mit Timo Wirth verantwortlich für interne Code-Standards.
Oktober 2006 Jens launcht das als Netzkunst getarnte CSS-Experiment Die höchste Website der Welt. Als einer von vielen Testballons, die er über die Jahre steigen lässt, ist das Experiment ein kommerzieller Erfolg, der mehr als eine Million Besucher in den ersten drei Monaten erreicht sowie mehrere hundert US-Dollar Anzeigeneinnahmen erzielt – bei der Natur des Projekts ein besonderes Ergebnis. International ausgelegt, zieht die höchste Website der Welt über Jahre hinaus ein großes Publikum an.
Mai 2007 Jens ist eingeladener Experte in der HTML-Arbeitsgruppe des W3C. Er trägt zu HTML ähnlich bei, wie er zu HTML auf der WHATWG- oder zu CSS wiederum auf W3C-Seite beigetragen hat: durch gelegentliche Reviews, Kommentare und Übersetzungen.
August 2007 Cover: Webdesign mit CSS, 2. Auflage. Jens und O’Reilly liefern die zweite Ausgabe von Webdesign mit CSS aus. 2009 entschließt er sich gegen eine weitere Auflage.
August 2007 März 2008 Jens arbeitet auf Vollzeit in seiner eigenen Webentwicklungsfirma und entwickelt für und berät Firmen wie Aperto, CEWE, OpenKnowledge und Triplemind.
März 2008 Jens intensiviert seine Wohltätigkeitsarbeit und wird sporadischer oder regelmäßiger Unterstützer von Organisationen wie Schweizer Tafeln, The Leukemia & Lymphoma Society, Goodwill und charity: water. Im Laufe der Jahre spendet er Geld und Güter im Wert von mehr als 20.000 US-Dollar (Stand Februar 2014).
April 2008 Juli 2013 Jens schließt sich Google in Zürich, Schweiz, als Webmaster (oder: Webentwickler) an. Er entwickelt Googles erstes HTML- und CSS-Framework, widmet sich Code-Standards, Qualitätskontrolle sowie technischer Öffentlichkeitsarbeit, und implementiert Projekte für Googles Marketing-, Rechts- und Strategieabteilungen. Im Februar 2010 transferiert er nach Mountain View, Vereinigte Staaten, wo er seine Arbeit weiter fokussiert und zeitnah auch bei Google Senior-Level erreicht.
April 2008 Jens, bekannt für seine Vorliebe für maßgeschneiderte technische Lösungen, bewirbt HTML-Optimierung durch öffentliches Angreifen der andernfalls nie hinterfragten »keine Auslassung optionaler Tags«-Grenze (für was er berüchtigt wird). Die Methoden, die er bei Google einführt – oder versucht, einzuführen –, ob das Auslassen optionaler Tags, das Aussparen von Anführungszeichen um Attributswerte – wenn technisch zulässig –, der Einsatz protokoll-loser URLs oder auch CSS-gestütztes Testen, tragen zur Modernisierung davon bei, wie HTML-Code geschrieben wird.
Oktober 2008 Jens bringt die Initiative Code Responsibly online, irgendwie unterstützt von den Webkrauts. Code Responsibly zielt darauf ab, die Qualität im Bereich Webentwicklung zu erhöhen, indem es ein einfaches Motto sowie kurze Richtlinien kredenzt.
September 2009 Jens bekennt sich zu Smashing Magazines »Smashing Editorial Panel«. In den anschließenden Jahren rezensiert er in seiner Funktion primär Artikel (und wird in einigen wenigen Anläufen, persönlich wieder auf Smashing Magazine zu veröffentlichen, selbst rezensiert).
Oktober 2008 Jens bringt die Initiative Code Responsibly online, irgendwie unterstützt von den Webkrauts. Code Responsibly zielt darauf ab, die Qualität im Bereich Webentwicklung zu erhöhen, indem es ein einfaches Motto sowie kurze Richtlinien kredenzt.
Februar 2010 Jens wird einer der fünf Webseiten-Juroren von Design Made in Germany. In den nächsten Jahren begutachtet er mit großem Eifer eine halbe Milliarde sehr gelungene deutsche Websites.
Juli 2011 Jens wird zum »Entwickler des Jahres 2011« durch das .net magazine nominiert. Er verliert gegen seinen Google-Kollegen Paul Irish, dem er herzlichst per firmeninterner Nachricht gratuliert.
Februar 2012 Jens tritt der EFF (Electronic Frontier Foundation) bei, ein Jahr später der ACLU (American Civil Liberties Union). Er unterstützt beide Organisationen in der Überzeugung, dass mehr als Zuschauen notwendig ist, um unsere Rechte wiederzuerlangen, zu erhalten und zu stärken, schuldet es den Bewegungen aber bislang, echtes Handeln beizusteuern.
August 2013 Februar 2015 Jens kehrt Google und San Francisco aus privaten und beruflichen Gründen den Rücken und geht auf seine zweite, aber nun unbefristete Weltreise. Die Reise führt ihn von Zentral- nach Südamerika, in den mittleren Osten, Ost- und Südafrika, nach Asien und Australasien, und wieder via Asien zurück nach Europa.
August 2013 Nach der Gründung ist vor der Gründung: Jens initiiert Meiert Research & Development, den kommerziellen Schirm für die Ergebnisse seiner Studien- und Produktentwicklungsideen.
August 2013 Jens verbreitet einen Hauch von Aktionskunst mit One Thousand Thank Yous. Zusammen mit Julia W. Tang versucht er Licht auf die menschliche Neigung zu werfen, größere Zahlen nicht effektiv erfassen zu können.
Oktober 2013 Cover: 100 Things I Learned as an Everyday Adventurer. Jens veröffentlicht sein Abenteuerbuch 100 Things I Learned as an Everyday Adventurer. In ihm legt er seine persönlichen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Aktivitäten dar und bemüht sich, eine offene Einstellung zu propagieren, da »unser Leben abenteuerlicher wird, wenn wir offen sind« (belegt von mehr als 40 durcheinandergewürfelten Zertifikaten).
Dezember 2013 Jens betreibt das Reise-Dokumentation-Foto-Kunst-Tumblog Animated Traffic. Dem Zufall geschuldet, wächst das Projekt schnell in Umfang und künstlerischem Gehabe. (Zur selben Zeit fängt er an, aufgehübschte Fotos für A Dog A Day beizusteuern, aber will das nicht an die große Glocke hängen.)
Februar 2015 Cover: The Little Book of HTML/CSS Frameworks. Jens und O’Reilly USA bringen The Little Book of HTML/CSS Frameworks heraus. Das Buch gibt in komprimierter Form Jens’ langjährige Erfahrung mit Web-Frameworks wieder, wie man diese am besten entwickelt, aber auch benutzt.
April 2015 Jens fragt, ob wir schon mit dem Töten aufgehört haben. Wir müssen respektvoller mit Leben umgehen, und genauso wie mit Folter und Vergewaltigung muss es als geisteskrank angesehen werden, irgend jemanden das Leben nehmen zu wollen. Gerade wenn dies von Authoritätspersonen kommt.
Juni 2015 Cover: On Web Development. Jens lässt sich zu einer weiteren Versuchsreihe hinreißen und veröffentlicht die meisten seiner englischsprachigen Artikel über Webentwicklung und Webdesign in Buchform: On Web Development erscheint.
August 2015 Cover: Journey of J. Mit dem Ziel, einen eindeutigen Abschluss zu finden, malt Jens seine 2013–2015-Weltreise in einem Buch aus: Journey of J. beschreibt mit 1.017 Fotos und 291 Notizen einige der Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse, die er auf dem 557 Tage dauernden Abenteuer gemacht hat.
Dezember 2015 Cover: The Little Book of HTML/CSS Coding Guidelines. Jens gießt seine umfassende Erfahrung mit Code-Richtlinien in ein weiteres »kleines Buch«, das wie die Abhandlung über Frameworks bei O’Reilly erscheint. The Little Book of HTML/CSS Coding Guidelines erörtert die Theorie und Praxis von Code-Richtlinien, mit besonderer Behandlung von Googles HTML- und CSS-Standards.
Januar 2016 Zusammen mit Asim Janjua errichtet Jens ein Online-Mahnmal für die Idee endlosen Friedens.
Februar 2016 Jens greift einen alten Spaß auf und macht eine Zeitungsannonce zum Spendenprojekt: It’s not too late to send $1 entsteht. Mit zehn Organisationen, die die Initiative zum Teil auch offiziell begrüßen, ist die Kampagne erstmal langsam damit, Fahrt aufzunehmen.
Mai 2016 Cover: How to Work on Oneself. Jens dokumentiert seine Affinität zu Selbsthilfe durch das rasche Herunterbeten einiger basaler Aspekte der Arbeit an sich selbst in einem weiteren knappen E-Book: How to Work on Oneself.
September 2016 Cover: The Little Book of Website Quality Control. Wenn es etwas gibt, nach dem man beim Entwickeln und Warten einer Website streben sollte, dann ist es Qualität. Was diese ausmacht und wie man sie misst und verbessert, behandelt Jens in einem weiteren »Little Book« mit O’Reilly: The Little Book of Website Quality Control.

Jens ist ein einfacher Mann, der Fehler macht; auch er aber fühlt den unglückseligen wie unnötigen gesellschaftlichen Wettstreit.

Jens Oliver Meiert, Foto vom 30. März 2016.
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Stand: 29. September 2016.

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