Jens Oliver Meiert

Jens Meiert erklärt seine Liebe zu CSS …

Interview vom 5. März 2006, exklusiv für Vorsprung durch Webstandards.

Münchens Jens Oliver Meiert ist, unterstützt von großartigen Kollegen, der Kerl hinter GMX’ Webstandards-Rausch. Zuweilen scheint er ein bisschen was für das W3C, die UPA und die IxDA zu machen. Ebenso ist er ein Autor, der all seine Publikationen auf seiner Website, meiert.com, sammelt, und er veröffentlichte vor kurzem sein erstes Buch, Webdesign mit CSS (O’Reilly). Jens sieht oft böse aus, was er vielleicht auch ist.

Timo Wirth:

Warum liebst du CSS?

Jens Oliver Meiert:

Im Wesentlichen, weil es einfach, aber doch komplex, es leicht anzuwenden, aber doch eine Herausforderung ist, zu beherrschen. Das so gesagt und mit CSS 3 im Hinterkopf, garantiert dies Langzeitspaß. Ich wünschte, Mädelns wären wie CSS. (Kleiner Scherz.)

Wirth:

Was macht dich wahnsinnig, wenn du CSS verwendest?

Meiert:

Falsche oder unvollständige Implementierungen, der Endgegner in unserem Spiel. Früher schätzte ich auch diese kleinen Inkonsistenzen, zum Beispiel die Schreibweise der nowrap- und pre-wrap-Werte der white-space-Eigenschaft. Eigenartiges Bonuslevel.

Wirth:

Warum sollte man wohlstrukturiertes / semantisches Markup schreiben?

Meiert:

Zuerst wollte ich den Unterschied zwischen »semantischem Markup« und »Markup, das gemäß Semantik verwendet wird« betonen, aber ich liebe mein Leben genauso sehr wie CSS. Wie auch immer, in unserer Branche sollte es als unprofessionell gelten, kein semantisches Markup zu gebrauchen. Es zeigt, dass man sein Handwerk nicht beherrscht. Um es aus Kundensicht darzustellen, man würde sein Auto keinem Mechaniker überlassen, der noch nicht mal einen Reifen wechseln kann, oder? Korrekt verwendetes Markup dreht sich um Menschen, da es letztlich die Nutzererfahrung verbessert. Richtig verfasste Dokumente sparen zumeist nicht nur Entwicklungszeit, sondern reduzieren Barrieren, womit sie leichteren Informationszugang und -austausch ermöglichen, sie laden oftmals schneller, und sie bringen einfach Freude. Jeder profitiert, und das ist der Grund, warum wir dieses Spiel spielen.

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Stand: 5. März 2006.

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